Gefahrenquelle Internet

Jede E-Mail, jeder Seitenaufruf, jeder Gästebuch-Eintrag, jeder Online-Kauf, jeder Eintrag bei Freunde-Plattformen hinterlässt digitale Spuren. Manche sind nach Jahren noch nicht verweht, daher passen Sie auf, welche Spuren Sie hinterlassen.

Adresshandel

Unser Service ist kostenlos! Wir wollen nur Ihre Daten! Je mehr Sie über sich preisgeben, umso gezielter kann man Werbung auf Ihr Profil abstimmen und umso mehr bekommen wir für Ihre Adresse bezahlt. Den Datensatz können wir an Adresshändler verkaufen. Da Sie gern angeln und einen guten Wein mögen, zahlen Angler-Shops und Weinhändler gutes Geld für Ihre Adresse. Also tragen Sie viele schöne Daten ein, danke sehr!

Nicht jeder geht so mit Ihren Daten um.
Oftmals ist es unerlässlich, dass Sie sich namentlich anmelden, zum Beispiel weil Sie Waren beziehen wollen oder um Ihre Volljährigkeit zu bestätigen.

Seien Sie besonders aufmerksam, wenn für einen kleinen Service sehr viele persönliche Angaben verlangt werden. Wovon leben die bloß? - Möglicherweise vom Handel mit Ihren Daten.

Das Internet vergisst (fast) nichts

John wettert oft über Raucher. Wie kann man nur, das stinkt und ist ungesund usw. Gibt man seinen Namen in eine Suchmaschine ein, erhält man einige Treffer, auch Bilder. Gleich auf dem ersten Bild ... John mit Kippe in der Hand. Volltreffer! Selbstverständlich bekam er den Bildlink gleich zugemailt. Ha.

Dieses Beispiel ist harmlos. Wenn Sie sich bewerben und Ihre künftige Chefin findet unter Ihrem Namen wilde Partyfotos, unpassende Bekenntnisse oder unhöfliche Foreneinträge, ist das ärgerlich.
Geben Sie acht, welche Spuren Sie im Netz hinterlassen!

Manche achten sehr darauf, keine Spuren zu hinterlassen.
Drehen Sie den Spieß um! Bestimmen Sie Ihr Bild im Internet einfach selbst. Platzieren Sie Informationen, die Sie gern zeigen, etwa

  • Qualifikationen,
  • Fotos mit Ihnen beim Sport oder
  • beim Einsatz mit der Freiwilligen Feuerwehr
Zeigen Sie der Welt, was Sie drauf haben!

Kostenfalle Internet

Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen in Anzeigen kostenlose Kinofilme im Internet angeboten werden. Entweder finden sich versteckte Kostenfallen - oder das Herunterladen oder Anschauen der Filme ist nicht legal. Werden Sie beim illegalen Filmdownload erwischt, finden Sie vielleicht eines Morgens in Ihrem Briefkasten ein kostenpflichtiges Abmahnschreiben.

Selbst wenn in Ihrer Abwesenheit ein Familienmitglied den Fehler verursacht oder jemand von außen über ein ungeschütztes Netzwerk Ihre Leitung benutzt, werden Sie haftbar gemacht.

Beispielhaft gilt der Fall der alleinerziehenden Mutter, deren Kinder zuhause einige Musiktitel aus dem Internet luden. Trotz ihrer nachgewiesenen Abwesenheit zum Zeitpunkt des Downloads musste sie eine erhebliche Strafe für die Urheberrechtsverletzung zahlen, da sie als Anschlussinhaber für alle Downloads verantwortlich ist.

Über einen ungesicherten W-LAN-Internetzugang wurde ein Film illegal heruntergeladen. Die Inhaber ahnten nichts von den Trittbrettfahrern. Auch wenn nicht feststellbar ist, wer die Urheberrechtsstraftat beging, ob ein Gast oder Anwohner den Film lud, zahlen die Inhaber des Internetzugangs die Rechnung:

Original Abmahnung Straftat Filesharing (PDF)




 
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