Herbert und sein Computer

Herbert bekam die digitale Explosion mit und wollte Anschluss halten. Viele hatten ihm abgeraten: Du bist zu alt, warum willst du dir das antun, das brauchst du doch nicht usw., jahrelang ging das so. Irgendwann hatte er die Faxen dicke und tat es einfach. Herbert kaufte sich ein Laptop. Da war er 86.

Drei Jahre später scannt er seine Fotos ein und versendet sie per E-Mail. Er erstellt viele schöne Grußkarten, sein Lieblingsmotiv sind Blüten. Er schreibt Texte in MS Word und fügt Bilder ein, sortiert seine Dateien in Ordnern, nutzt Excel-Tabellen, informiert sich über Nachrichten, Produkte und Preise im Internet und bestellt sich Artikel in Online-Shops.

Er besucht Paris und die Museen der Welt, virtuell. Die Kommunikation mit seinem Vermieter läuft über E-Mail, das ist viel bequemer als der Weg zum Briefkasten und geht viel schneller.
Updates von seinem Internetbrowser und Flash-Player installiert er selbst und achtet stets darauf, dass sein Antiviren-Programm in Schuss ist. Dringende Fragen lösen wir per Fernwartung. Selbstverständlich hat er einen USB-Stick und macht sogar Online-Banking.

Er schrieb seine Lebensgeschichte auf, unterstützt seinen Sohn in der Buchhaltung und führt die Kirchenchronik. Alles am PC.

Wie das kam?

Er machte den ersten Schritt.

Dann den nächsten und dann den nächsten...

Selbst wenn es einmal schwierig wird, einfach Luft holen und dran bleiben. Oder später weitermachen. Die Hauptsache ist der Spaß am Entdecken.





 

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